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Gott, der um unsere Blindheit weiß

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der um unsere Blindheit weiß, wenn wir uns in unseren eigenen Ideen und in unseren Wirklichkeiten verrannt haben, und nicht mehr sehen wollen oder können, was Wahrheit oder Fiktion ist, segne uns, und heile unsere Blindheit, damit wir neu sehen lernen.

Er mache uns bewusst, dass wir uns immer mehr von der Wirklichkeit des Lebens entfernen, wenn wir weiter zulassen, von „Blinden“ geführt zu werden, die ihre Augen vor der Wahrheit verschließen.

Er lasse uns erkennen, dass wir nur dann auch wieder Sehende werden, wenn wir bereit dazu sind, mit dem Herzen zu sehen, denn das Wesentliche bleibt dem Auge verborgen, und das Herz sieht weiter als der Verstand.

Er lasse uns begreifen, dass er uns dazu berufen und in diese Welt gestellt hat, damit wir das Leben in seiner ganzen Fülle haben, und er uns deshalb zur Freiheit befreit hat, damit wir unsere eigenen Entscheidungen treffen, aber nicht, um uns von der Gier und dem Machthunger der Gesellschaft beeinflussen zu lassen.

Er mache uns bereit, unseren Glauben zu festigen und festzustehen in dem, was wir erhoffen, damit wir all die nicht übersehen, die an den Rändern sitzen und unsere Hilfe brauchen, denn er hat uns wache Augen und helfende Hände gegeben, die wir auch solidarisch für unsere Geschwister einsetzen sollen.

Er segne uns, denn wenn er segnet, werden Zorn und Verzweiflung weichen, hat die Freude das erste und letzte Wort, und wen immer er segnet, der wird zum Segen für die Schwestern und Brüder.

Er segne uns, lege seinen Segen auf uns und unsere Familien; auf die Menschen, die mit Sorge in die Zukunft schauen, auf alle, die sich nach seiner göttlichen Liebe sehnen, und lasse uns alle in seinem Segen geborgen sein.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse unser Vertrauen wachsen, und in unserem Herzen seine Liebe zur vollen Blüte heranreifen, damit wir davon erfüllt auch selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen frohen und gesegneten Wochenbeginn, am Montag der 33. Woche im Jahreskreis!

+Bischof Oliver Gehringer

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In den meisten Ländern Europas und in vielen Ländern der Erde sind heute Kirche und Staat getrennt

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Bischof Oliver Gehringer

In den meisten Ländern Europas und in vielen Ländern der Erde sind heute Kirche und Staat getrennt und die Religionsfreiheit ist im Grundgesetz verankert. In anderen Ländern gibt es das Bestreben, einen religiösen (Macht)Staat zu etablieren und eine Religion, einen Kult, ein Gesetz für alle als gültig vorzuschreiben. Damit werden dann auch die eigene Religion und das religiöse Gesetz als das einzig wahre und gültige angesehen. Notfalls muss man dazu dann Menschen mit Gewalt zwingen, oder sie werden genötigt, verfolgt, vertrieben oder getötet. Genau von einem solchen Versuch berichtet das 1. Makkabäerbuch. Die Aussage, dass viele Israeliten fest und stark blieben, stellt die Frage nach dem Wert des eigenen Glaubens. Welchen Stellenwert hat mein Glaube? Wie leicht würde ich den Glauben wechseln, um ein Gesetz zu erfüllen und einer Verfolgung zu entgehen? Kann ich mir vorstellen, den Glauben zu verteidigen und lieber für ihn zu sterben als ihm abzuschwören? Vielleicht beginnt die Antwort auf diese Frage in der Vergewisserung, was und woran ich eigentlich glaube, warum ich jener Glaubensgemeinschaft angehöre, der ich angehöre, ob ich aus einer Überzeugung heraus Christ geworden und geblieben bin, oder weil einem die Eltern taufen ließen. Es geht aber nicht um eine moralische Wertung. Es geht um Klärung des eigenen Standpunktes und dem, was sich daraus an Konsequenzen ergibt. Und auch eine Gesellschaft, die dem Gott des Materialismus und des Geldes frönt, sich der eigenen Macht sicher ist und moralische Werte geringachtet, aber sehr wohl mein Mitspielen nach ihren Gesetzen erwartet, darf ich hinterfragen, genauso wie deren Funktionäre und ihre Gesetzgeber. Wenn Kaltschnäuzigkeit und Kaufkraft den Takt vorgeben, dann ist es unsere Pflicht, an die unveräußerlichen Besonderheiten der Bibel zu erinnern, an Gottes ewigen Bund, in den auch wir hineingenommen sind, an seinen ewigen Bund mit den Kleinen und Schwachen, den Gefangenen und den Leidenden diese Welt! (BOG)

Der Christ hat Zukunft und Hoffnung

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Bischof Oliver Gehringer

Der Christ hat Zukunft und Hoffnung. Das bestimmende Ereignis der Zukunft, das bereits in die Gegenwart hereinragt, ist der Tag des Herrn. In der gegenwärtigen Welt gibt es Licht und Finsternis; der Tag des Herrn wird es offenbar machen, wer zum Licht gehört. Die Getauften gehören nicht mehr der Nacht, sondern dem Tag, der Christus ist. Auch ihnen muss gesagt werden: Seid wach und nüchtern! Glaube, Liebe und Hoffnung sind notwendig, wenn die Welt (samt den Christen) nicht in ihrer Trunkenheit und falscher Sicherheit untergehen soll, In der Urkirche war die nahe Erwartung des zweiten Kommens Christi viel stärker präsent als heute. Deshalb wird immer wieder auf diese Nähe des letzten Tages hingewiesen und auf die konkrete Notwendigkeit, wachsam zu sein und die Ankunft des Herrn nicht zu verpassen. Wie schnell Finsternis den Menschen erreichen kann, auch wenn diese in keinster Weise mit dem Tag des Herrn gleichzusetzen ist, wie schnell Not und Mühsal über den Menschen kommen können, erfahren wir täglich aus den Medien und keiner ist davor sicher. Umso stärker fällt die Aussage ins Gewicht, dass wir Töchter und Söhne des Lichts und des Tages sind und nicht der Nacht gehören. Das Leben ist uns sicher und niemals wird Christus uns ins ganz Dunkle fallen lassen – auch wenn wir irdisch sterben, werden wir ins Licht gehen und Licht uns umhüllen. Wir leben jetzt schon in einer anderen Wirklichkeit – ohne Tod, die uns Christus erschlossen hat. Sie ist in uns und nimmt alle Angst hinweg. Es kann ungeahnte Kräfte freisetzen, wenn wir wissen, dass wir nichts mehr fürchten müssen, weil es eine gute Macht gibt, die uns immer zum Leben führen wird. Es braucht aber auch unser Vertrauen und den Mut, sich dem Leben im Hier und Heute zu stellen! Gott gibt uns beides, wir müssen es nur zulassen wollen! (BOG)

Gott, der weiß, wenn Ängste uns plagen

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der weiß, wenn Ängste uns plagen, wenn uns die klare Sicht fehlt, wenn die Hoffnung schwindet und unser Vertrauen in ihn nicht spürbar ist, und uns deshalb immer wieder Menschen an die Seite stellt, die uns wieder Boden unter den Füßen geben sollen, segne uns, damit in uns die Gewissheit gestärkt wird, dass er keinen endgültig ins Dunkle fallen lässt und in uns mit seiner Kraft leben und atmen will.

Er mache uns bewusst, dass er uns dazu berufen hat, an seinem Reich mitzuarbeiten und es dazu Mut, Einsatz, Finesse, Hingabe und vor allem eine Liebe braucht, die vor ihn keine Angst hat, sondern ihm ganz und gar vertraut.

Er lasse uns erkennen, dass wir ihm aber viel zu oft mit einer Mischung aus Trotz, Protest und versteckter Angst entgegentreten, statt unserer Berufung zu folgen und unsere Talente, unsere Fähigkeiten und Begabungen sinnvoll einzusetzen, und deshalb auch den Blick für das Wesentliche und Wichtige verlieren, vor allem unseren Auftrag für diese Welt.

Er lasse uns begreifen, dass wir als Töchter und Söhne des Lichts unser Christsein, den Glauben an eine gute Zukunft und eine bessere Welt nüchtern, wach und präsent leben sollen, denn dafür hat er uns seinen Geist gesandt, der uns führen uns leiten will, damit wir das Ziel unseres Lebens nicht aus den Augen verlieren.

Er mache uns bereit, so zu leben, dass unser Glauben jederzeit geistesgegenwärtig bezeugt wird, denn die Welt sehnt sich nach ihrer Vollendung und wartet auf das Licht seiner Liebe, damit die Dunkelheit gebannt, und die Finsternis erhellt wird, in der sie noch immer ihr Dasein fristet.

Er segne uns, begleite uns, wenn wir in diesen Tag gehen, erfülle uns, wenn wir uns um den Altar versammeln, treibe uns an, unsere Freude mit den Geschwister zu teilen, damit unser Tag zum Fest des Glaubens wird.

Er segne uns, lege auf uns seinen Frieden, den sein Sohn uns bezeugt, damit sich unser Bangen in Vertrauen wandelt und wir bereit dazu sind, mit unseren Gaben und Fähigkeiten an einer neuen und besseren Welt mitzuarbeiten.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse unser Vertrauen wachsen, reifen und Frucht bringen, damit die Liebe wieder neu in unserem Herzen brennt, und wir so selbst auch zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten 33. Sonntag im Jahreskreis (vorletzter Sonntag im Kirchenjahr), am Gedenktag der Heiligen Elisabeth von Thüringen!

+Bischof Oliver Gehringer

Die Weisheit Gottes hat sich in der Geschichte gezeigt

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Bischof Oliver Gehringer

Die Weisheit Gottes hat sich in der Geschichte gezeigt, als er Israel aus Ägypten herausführte. Der heutige Abschnitt aus dem Buch der Weisheit erinnert in ihrem ersten Teil an die zehnte und letzte der ägyptischen Plagen. Das allmächtige Wort, das in jener unvergesslichen Nacht vom Himmel in das dem Verderben geweihte Land „herabsprang“, war Gottes richtendes und rettendes Wort. Das scharfe und unbeugsame Schwert, das es trug, war der Befehl, alle Erstgeburten der Ägypter zu töten. Tod auf der einen, Rettung und Freiheit auf der anderen Seite kennzeichnen auch das letzte, entscheidende Wunder beim Auszug aus Ägypten: den Durchgang durch das Schilfmeer. Gottes heilendes Wort ist nicht in gleicher Weise richtendes und rettendes Wort; es will die Rettung, und es stellt Menschen und Völker vor die Entscheidung. Wo sein Wort die Antwort des Menschen findet, kann aus trostlosem Durcheinander neue Schöpfung werden. Gottes Weisheit zu verstehen ist nicht die Aufgabe des Menschen, denn der Mensch sieht nur einen kleinen Ausschnitt der Welt und ihrer Wirklichkeit, Gott sieht alles. Der Mensch macht sich seinen Reim auf Dinge die er jetzt sieht, ohne sich darüber Gedanken zu machen, was davor und danach gewesen ist bzw. werden wird. Für den Menschen ist „seine“ Wirklichkeit die Wahrheit, die er anerkennt und gelten lässt. Es ist der Weitblick der ihm fehlt, und so auch bislang immer wieder zu Fehlentscheidungen geführt hat. Gottes Weisheit ist die ganze Wahrheit und Wirklichkeit aller Dinge, sein Wort erleuchtet die Finsternis des gewohnten Sehens, und macht die Dunkelheit hell. Aber der Mensch, damals wie heute, muss es auch sehen wollen. Diese Entscheidung muss er ganz alleine treffen und die Verantwortung dafür nimmt ihm keiner ab. Gottes heilendes, lebendes und liebevolles Wort des Heils fordert eine Antwort. Wir können sie ihm weiterhin schuldig bleiben, sein Wort ignorieren und auch ablehnen, oder ihm antworten, es annehmen und in bzw. an uns wirken lassen. Aber wir sollten bald eine Entscheidung treffen, bevor es zu dunkel dafür geworden ist, oder wir ganz taub dafür sind! (BOG)

Gott, der nicht möchte, dass wir dem tödlichen Schweigen

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der nicht möchte, dass wir dem tödlichen Schweigen Macht über unser Leben einräumen, und uns deshalb immer wieder Menschen schickt, die etwas von seiner Liebe zum Leben verstanden haben, die etwas vom Leben verstanden haben und es uns lehren sollen, segne uns im ergreifenden Schweigen seine Stimme hören, die uns Heilsworte verkündet.

Er mache uns bewusst, dass er seine Boten deshalb zu uns ausgesandt hat, damit wir verstehen lernen, wie sehr seine Liebesworte für uns Lebens-Hilfen sein wollen, um das Schweigen endlich zu durchbrechen.

Er lasse uns erkennen, dass uns damit nicht erschrecken, aber auch nicht beruhigen will, sondern vielmehr aufwecken möchte, damit wir aus unserer Lethargie erwachen und wieder leben lernen, statt nur zu existieren oder schlimmer noch, nur zu vegetieren.

Er lasse uns begreifen, dass wir keine Angst zu haben brauchen, denn er lässt uns nicht im Stich, aber er fordert von uns eine klare und eindeutige Entscheidung, für das Leben, für den Glauben, für die Hoffnung und für die Liebe.

Er mache uns bereit, seinem Beispiel zu folgen in dem wir Himmel berühren und dennoch auf der Erde stehen, das heißt für uns: nicht abzuheben oder aufzugeben, sondern mit beiden Beinen im Leben stehen, und gerade dort ihn in der Höhe zu entdecken!

Er segne uns, dann werden wir die Kraft seiner Liebe spüren, dann können wir die Schönheit seiner Schöpfung erahnen, dann werden wir sein Wort hören und ihm auch folgen.

Er segne uns, mit seinem Segen, der Grenzen überschreitet und die Mauern des Schweigens durchbricht, der versöhnt und zum Frieden drängt, der die Angst in Freude verwandelt, die Finsternis hell macht und die Dunkelheit überwindet.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse in uns unser Vertrauen wachsen und entzünde die Flamme seiner Liebe in uns neu, damit wir so selbst zum Segen werden, zum Licht für die Welt.

Allen Freunden, ein gesegnetes Wochenende, am Samstag der 32. Woche im Jahreskreis, am Weihetag der Basiliken St. Peter und St. Paul in Rom!

+Bischof Oliver Gehringer

Einige Kapitel des Weisheitsbuches handeln von der Torheit des Götzendienstes.

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Bischof Oliver Gehringer

Einige Kapitel des Weisheitsbuches handeln von der Torheit des Götzendienstes. Der Mensch hat die Fähigkeit in sich, Gott zu suchen und zu finden. Die Größe und Schönheit der Welt führt zur Erkenntnis dessen, der alles geschaffen hat. Wer nicht zur Erkenntnis Gottes kommt, ist vielleicht noch entschuldbar, weil er sich noch nicht dafür öffnen konnte, aber die Leugnung der Existenz Gottes ist keine Möglichkeit des menschlichen Denkens. Aber was könnte der Mensch über Gott aussagen? Im Buch der Weisheit sieht man von dem ab, was man aus der religiösen Überlieferung vom Gott Israels weiß. Der Gott, den der suchende Menschengeist finden kann, ist „der Seiende“: der wahrhaft Seiende, das Wesen, das Sein und Wirklichkeit in vollem Maß besitzt. Damit wird stillschweigend eine Deutung des Gottesnamens „Jahwe“ gegeben. Auch die Welt, die wir sehen und sind, ist wirklich; sie ist Gottes Werk und weist auch in ihrem jetzigen Zustand noch auf ihren Ursprung zurück. Zwischen Gott und Welt besteht eine gewisse Ähnlichkeit, eine „Analogie“, denn es gibt zwischen Gott und Welt keine unüberbrückbare Kluft. Glaube und Vernunft widersprechen sich nicht. Wer aufmerksam die Schöpfung betrachtet, kann zu dem Schluss kommen, dass hinter ihr ein Schöpfer steht. Tatsächlich kann, wer die Natur beobachtet, so ins Staunen geraten, dass er gar nicht anders kann als anzunehmen, dass alles nicht nur Zufall ist. Es scheint alles genial geplant, konstruiert, durchdacht zu sein. Ob all das ein Zufall ist oder verantwortet von einem Gott – ist eine Glaubensfrage. Dass Gott seine Welt liebt, ist eine immer wieder neu erfahrbare Tatsache, ein Akt des Glaubens, und dafür gibt es keinen Dispens! (BOG)