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Die „Freundschaft mit der Welt“ hat viele Formen

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Bischof Oliver Gehringer

Die „Freundschaft mit der Welt“ hat viele Formen. Bei den Armen kann sie sich als Sucht nach Geld und Geltung äußern, bei den Reichen als Selbstsicherheit, denn sie meinen, die Welt gehöre ihnen, jetzt und für ewige Zeiten. Als Beispiel dazu nennt der Autor des Jakobusbriefes die Kaufleute. Er verurteilt nicht den Beruf, auch nicht den Unternehmungsgeist, der zu diesem Beruf gehört. Aber er weist sie darauf hin, wie unsicher doch alle Pläne und Geschäfte sind und wie wenig ihnen die Prahlerei ansteht. Er sagt ihnen ganz nüchtern, dass es „Sünde“ ist, zu wissen, was recht ist, und es doch nicht zu tun. Auch der Reichtum hat es mit Gott zu tun – und mit den Armen. In einem modernen christlichen Lied heißt der Kehrvers: „Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde. Heute wird getan oder auch vertan, worauf es ankommt, wenn Er kommt!“ Es ist der Aufruf, wach in der Gegenwart zuzupacken und zu handeln, statt im Übermut schöne Pläne und gute Vorsätze vor sich her zu schieben. Übermut ist trotz der Vorsilbe „über“, die scheinbar eine Verstärkung andeutet, schwächer als der schlichte „Mut“. Schon der Volksmund kennt es mit der Weisheit: „Übermut tut selten gut!“ und noch seltener „Gutes“! Wir sind zum Guten berufen und unser Herz ist auch danach ausgelegt, es in dieser Welt zu tun. Der Geist Gottes will und soll uns dabei helfen, den richtigen Weg einzuschlagen. Wir sollten uns wirklich ernsthaft Gedanken darüber machen , wo wir nicht bloß nachzudenken und viel zu reden haben, sondern sehr konkret und mutig anpacken müssen, um das Angesicht der Erde zu erneuern. Der Geist Gottes weht wo er will, und er will uns anregen, berühren, inspirieren und beflügeln, damit wir endlich auch beginnen, unseren Auftrag in der Welt zu erfüllen! (BOG)

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Gott, der uns durch seinen Heiligen Geist öffnen will

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns durch seinen Heiligen Geist öffnen will, damit wir den Blick für das Gute unter den Menschen nicht verlieren, und unser Herz immer mehr weiten, damit die Freude darin einziehen und aus uns heraus strahlen kann, segne uns und erfülle uns mit den Gaben seines Geistes.

Er mache uns bewusst, dass sein reich überall unter uns wachsen kann und will, wenn wir das Böse überwinden und der Liebe den Ton angeben lassen in unserem Leben.

Er lasse uns erkennen, dass sein Heiliger Geist uns dabei als Begleiter und Beistand gegeben ist, damit wir unser Bestes geben und unser Möglichstes tun, damit sich das Antlitz der Erde erneuert und wir Menschen so auch zueinander finden.

Er lasse uns begreifen, dass sein Heiliger Geist weht wo er will, wann er will und wie er will, denn er ist ausgegossen über alle, die glauben wollen und können, und die ihr Herz öffnen, damit er eindringen und in ihnen wirken kann.

Er mache uns bereit, uns dem Wirken seines Geistes nicht zu verschließen, für sein Wehen und sein Feuer offen zu bleiben, um das Böse zu bekämpfen, das Gute zu tun, und um Licht in die dunkle Welt zu bringen, die sich so sehr danach sehnt.

Er segne uns mit seinem Geist, der uns Halt und Richtung gibt, mit seinen Worten, die uns anleiten Gutes zu tun, wo wir es können, mit seiner Liebe, in der die Erfüllung der Gebote leicht wird, und mit einem Glauben, der uns schöpferisch verstehen lässt.

Er segne uns mit der Kraft, die Enttäuschungen und Streitigkeiten zu vergessen, mit der Größe, Vergebung zu erbitten und zu gewähren, und mit der Zuversicht, dass uns sein Geist fühlen und leiten will, damit wir das Ziel unserer Pilgerreise erreichen.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse unser Vertrauen wachsen, und mache unser Herz von Liebe brennen, damit wir selbst auch zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Mittwoch der Pfingstoktav, in der siebenten Woche im Jahreskreis!

+Bischof Oliver Gehringer

Unzucht und Unreinheit beim Namen nennen

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Unzucht

Unzucht aber und alle Unreinheit oder Habsucht soll nicht einmal bei euch erwähnt werden, wie es Heiligen geziemt; auch nicht Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzeleien, die sich nicht gehören, sondern vielmehr Danksagung.
Epheser 5,3-4

Diese Verse werden oft von streng religiösen Christen verwendet, um die Unzucht und alle Unreinheit in der Gemeinde zu verschweigen, als würde sowas überhaupt nicht geben. Dabei immer mehr Christen werden zur Unzucht verführt und stecken dann in ihren Süchten drin, weil sie sich schämen mit jemandem darüber zu reden, denn „in der Gemeinde gibt’s sowas nicht!“. Viele, die einen Gottesdienst in irgendeiner Gemeinde besuchen, denken, dass es lauter Heilige sind, die dort Gott anbeten. Aber in der Wahrheit sind es Sünder, die sich nach einer Gemeinschaft mit Gott sehnen. Und wenn der Pastor bei der Begrüßung fragt, wie es dem einzelnen so geht, dann zieht man fromme Maske auf und sagt lächelnd nett: „Danke, sehr gut! Halleluja!“ In unserer Zeit würde dem Paulus widersprechen, denn man sollte mehr darüber reden, wie man von der Unzucht und Unreinheit befreit werden kann, als das zu verschweigen.

Was das alberne Geschwätz oder Witzeleien angeht, ist es wirklich nicht gut, wenn man die andere auslacht oder verspottet. Wenn ich aber ein Witz erzähle und jemanden zum Lachen bringe, ist das nicht schlimm. Gott hat auch Humor-Gefühl! Wenn ich mit Menschen, die Gott nicht kennen, rede, dann ziehe keine fromme Maske auf, sondern bin auch manchmal bissl albern. Dann merken die Leute, dass ich „ganz normaler“ oder „auch so ein Verrückter wie wir“ bin und werden offener für ernsthafte Gespräche über Gott.

Unser Gott ist ernst genug, um mit uns auch zu lachen! Ja, Er will, dass wir uns freuen! Nur die Unzucht und Unreinheit hindern diese Freude in uns hochzukommen. Wenn Du damit zu kämpfen hast, such Dir einen guten Seelsorger, der Dir hilft, zur Freiheit kommen. Schäme Dich nicht, mit jemandem darüber zu reden. Gott segne Dich!

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Gott, der uns durch seinen Heiligen Geist dazu ermutigt hat

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns durch seinen Heiligen Geist dazu ermutigt hat, das Kleine, Verletzliche, Hilflose in der Welt zu schützen, und sich hinabzubeugen zu denen, die am Boden liegen, um sie wieder aufzurichten, segne uns, und lasse uns auf seinen Beistand hören, der uns das Geheimnis seines Willens kundtut.

Er mache uns bewusst, dass er der Gott der Kinder ist, und derer, die sich das Herz eines Kindes bewahrt haben, weil sie das Staunen nicht verlernt haben und offen sind für die Wunder des Lebens.

Er lasse uns erkennen, dass er uns zu großen Taten in der Welt berufen hat, aber nicht zu hohen Ämtern oder großer Macht, damit wir das Antlitz der Erde erneuern, und nicht nach unseren Plänen umgestalten.

Er lasse uns begreifen, dass wir die kindliche Seite in uns, im Karussell der Wichtigkeiten nicht verlieren sollen, denn er hat uns zu seinen Kindern gemacht, nicht zu den „Herren“ der Welt, er hat uns in seinen Dienst gerufen, und nicht zur Herrschaft.

Er mache uns bereit, uns vom Heiligen Geist führen und leiten zu lassen, damit wir das Kleine und Unscheinbare um uns herum nicht verlieren, am Boden bleiben und nicht in die Luft abheben, und den Himmel erwarten, aber nicht nach den Sternen greifen.

Er segne uns mit den Gaben des Heiligen Geistes, er sei uns Halt und Wegweiser, unser Schutz und Begleiter, und helfe uns dabei, sicher unseren Weg zu gehen. Er segne uns mit dem Wirken des Heiligen Geistes in unserem Alltag, er öffne uns die Augen, damit wir Neues sehen und Großes erhoffen.

Er öffne unsere Ohren, damit wir sein Wort hören und glauben, und er öffne unser Herz, damit wir sein Leben empfangen und lieben.

Er segne uns, mit der Begeisterung des Heiligen Geistes, er stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse unser Vertrauen wachsen, und mache unser Herz von Liebe brennen, damit wir selbst zum Segen werden und einen Flächenbrand der Liebe und des Friedens entfachen.

Allen Freunden, einen gesegneten Dienstag der Pfigstoktav, in der siebenten Woche im Jahreskreis!

+Bischof Oliver Gehringer

Dass es in christlichen Gemeinden auch Streitereien und verschiedene „Lager“ gibt

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Bischof Oliver Gehringer

Dass es in christlichen Gemeinden auch Streitereien und verschiedene „Lager“ gibt, ist kein Ausnahmefall und ist doch alles andere als „normal“ – so wenig es normal ist, dass christliche Völker gegeneinander Kriege führen. Jakobus fragt nach dem Woher des Unfriedens in der Gemeinde; alleine der Umstand, dass es in ihr sowohl Reiche als auch Arme gibt, genügt ihm als Erklärung nicht. Die Wurzel des Übels sitzt wohl im Herzen der Menschen, in der Gier, zu haben bzw. haben zu wollen. Gewiss, jeder soll das Notwendige haben. das, was er braucht, um als Mensch leben und sich voll entfalten zu können. Aber Egoismus, Großtuerei und Verschwendung ist Abfall von Gott: „Ehebruch“ nannten es die Propheten des Alten Bundes. „Freundschaft mit der Welt“ ist dafür ein eleganteres Wort; die Sache ist und bleibt jedoch die gleiche. Was der Verfasser des Jakobusbriefs als „Welt“ bezeichnet, würde man heute wohl eher hemmungslosen und rücksichtslosen Selbsterhaltungstrieb nennen. Das ist etwas anderes, ja Schlimmeres als der Umstand, dass die ganze Umwelt, Tiere, Pflanzen und auch die Menschen darauf angelegt sind, sich auf Kosten von (vielem) anderem am Leben erhalten und ein möglichst gutes Leben führen zu wollen. Daran ist nichts grundsätzlich Sündhaftes zu erkennen. Dagegen sind die „Freunde der Welt“ jene Menschen, die diesen Selbsterhaltungstrieb ins Extrem treiben und dabei die Gier überwiegt. Im Sprachgebrauch des Jakobusbriefs sind das die „Stolzen“. Wir sollten angesichts dieser – genau besehenen Dynamik – eher die „Demütigen“ sein und möglichst behutsam mit allem umgehen, was wir brauchen und nutzen dürfen. Das Leben in Fülle ist allen zugesagt, das bedeutet aber nicht, die eigene Lebensfülle auf Kosten anderer zu führen. Möge uns der Heilige Geist dabei helfen, die Wahrheit zu erkennen und unser Leben entsprechend zu ändern! (BOG)

Entwurzle dich, Maulbeerbaum!

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Entwurzle dich, Maulbeerbaum!

Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer!, und er würde euch gehorchen. 
Lukas 17,6

Als ich meine ersten Glaubenschritte machte und Gott nach meinem, damals noch sehr kleinem, Glauben viele wunderbare Dinge in meinem Leben getan hat, wuchs mein Glaube in dieser Zeit weiter. Es gab einige solcher „Maulbeerbäume“ in meinem Leben, die mir im Wege standen, aber Gott gab mir immer genug Glauben, um sie zu entwurzeln. Manche Geschwister sagten mir: „Du hast aber einen großen Glauben!“ Dabei war mein Glaube gar nicht so groß. Mein Gott war und ist groß und mächtig. Er gebrauchte auch meinen geringen Glauben, um etwas in meinem Leben  zu bewirken.

So sagten mir auch manche Christen „Also, dafür hätte ich keinen Glauben!“ Ok, auch wenn das wirklich der Fall war, sie hätten Gott um Glauben bitten können. Doch sie wollten lieber in ihrer Komfortzone bleiben, alles so laufen lassen wie es ist und sind sich dabei sicher, dass es der Wille Gottes ist. Gott wartet aber bis sie aufwachen und anfangen, im Glauben zu leben! Es müssen viele Entscheidungen im Glauben getroffen werden. Das heißt, dass diese Entscheidungen mit einem Risiko verbunden sind, dass etwas nicht klappen könnte, dass diese „Maulbeerbaum“ stehen bleibt und sich nicht rührt. Ja, besonders am Anfang des Glaubenslebens ist das Risiko sehr hoch, weil man noch kaum Erfahrungen hat; aber wenn wir uns trauen, Glaubenschritte zu machen, wächst auch unser Vertrauen zu Gott, der dann nach unserem Glauben handelt.

Hör auf, Dich mit anderen „Glaubenshelden“ zu vergleichen. Trau Dich, Schritte im Glauben zu tun, auch wenn die Entscheidung noch sehr ungewiss ist. Gott ist mit Dir! Und Er geht mit Dir überall hin, um Dich auch notfalls aus der Schlinge zu retten. Gott segne Dich!

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Überall, wohin die Jünger kamen, verkündeten sie die frohe Botschaft

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Bischof Oliver Gehringer

Überall, wohin die Jünger kamen, verkündeten sie die frohe Botschaft, von Jesus, dem gekreuzigten und auferstandenen Messias. In Samaria war es Philippus, der das Evangelium lebte und predigte. Große Freude wird als Wirkung dieser Mission vermerkt. Aus Jerusalem kommen die Apostel Petrus und Johannes, um zu „firmen“, könnte man sagen: um den Heiligen Geist auf die Neubekehrten herabzurufen und die Einheit der Jünger-Gemeinde zu festigen. In der Apostelgeschichte ist von zwei verschiedenen Formen der „Begeisterung“, also des Erfülltwerdens vom Geist Jesu die Rede. Die wegen der Verfolgung der Kirche zerstreuten Gläubigen konnten gar nicht anders, als das „Wort“ zu verkünden, indem sie das Evangelium leben und tun. Petrus und Johannes bestätigten und bekräftigten sie auf etwas nüchternere Weise, indem sie ihnen die Hände auflegten und den Heiligen Geist vermittelten. So soll er in ihnen weiter wirken und eine ehrliche Begeisterung auslösen, die antreibt und zu Taten der Liebe motiviert, die inspiriert und der Bewegung neuen Schwung verleiht. Man muss die Gaben des Heiligen Geistes nicht „institutionalisieren“ um sie aufrecht zu erhalten, sondern man muss sie nur zulassen, sie leben und begeisternd weiter geben, damit sie ihren Schwung nicht verlieren. Der Geist weht wo er will und wo er auf Offenheit trifft, er belebt neu, löst aus Erstarrungen, weckt aus dem Schlaf der Sicherheit, und regt zur Freude an. Der Heilige Geist lässt sich aber nicht einsperren oder kontrollieren, denn er ist und macht frei, er weckt Berufung dort, wo Gott sie ins Herz gelegt hat, und führt auf den Weg der Nachfolge, wo das Evangelium auf guten Boden gefallen, aufgegangen und gereift ist, und nun reiche Frucht bringen will. Wir sollten den Heiligen Geist einfach „wehen“ lassen, denn er geht von Gott aus, und Gott weiß schon, was er tut! (BOG)