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Mit feierlichen und mahnenden Worten

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Bischof Oliver Gehringer

Mit feierlichen und mahnenden Worten nimmt Paulus seinen Mitarbeiter gegen Ende des Briefes noch einmal in die Pflicht. Als Verkünder des Evangeliums ist Timotheus gehalten, seinen Auftrag gewissenhaft und verantwortungsvoll zu erfüllen, ohne den eigenen Vorteil darin zu suchen, oder sich durch den Auftrag über andere stellen zu wollen, bis der Herr „erscheint“. Damit ist die Wiederkunft des erhöhten Herrn Jesus gemeint. Die Beauftragung gilt somit auf Lebenszeit. Diese Erwartung hat die frühen Christen sehr lange geprägt. Zu Zeiten des historischen Paulus rechnete man mit der neuerlichen Ankunft Christi noch zu Lebzeiten. Auch wenn sich diese Erwartung so nicht erfüllt hat, so hielten die Christen prinzipiell daran fest und setzten deshalb hier auch ganz auf den weisen Ratschluss Gottes. Das ist gut so und schiebt jeglicher, wie immer gearteten Endzeitspekulation einen Riegel vor. Auch wenn Christen nicht wissen, wann der Herr kommt, sind sie – wie Timotheus – in ihrer Gegenwart dazu aufgerufen, für die Verkündigung des Evangeliums Sorge zu tragen und für die frohe und froh machende Botschaft vom Heil einzutreten. Diese Grundhaltung ist es, die den Menschen fähig macht, Nöte und Verfolgung und auch den Tod zu bestehen. Es ist der ungebrochene Glauben der Christen, dass jedes, noch bestehende und noch wirkende Unheil bereits vom Heil umschlossen und durch Christus überwunden ist. Es ist die Standhaftigkeit und Ausdauer der ersten Christen, die heute vielen fehlt. Es ist die Hoffnung der jungen Kirche, die heute immer mehr am Schwinden ist. Es ist das Vertrauen der Jüngergemeinschaft, von dem wir heute noch lernen dürfen und sollen. Wir wissen nicht, wann der Herr Jesus wiederkommen wird, das geschieht zur vorherbestimmten Zeit, aber bis dahin muss die apostolische Überlieferung rein und unverfälscht weitergegeben werden. Und diesen Auftrag haben wir alle mit unserer Taufe erhalten. Es wäre schön, wenn wir uns bei Zeiten daran wieder erinnern! (BOG)

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Gott, der sehr gut weiß, dass uns in manchen Zeiten viel zu Vieles umtreibt

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der sehr gut weiß, dass uns in manchen Zeiten viel zu Vieles umtreibt, und wir deshalb sein Wort oft nur mehr ganz vage vernehmen können, weil wir unser Gehör auf anderes ausgerichtet, oder mit Filtern ausgestattet haben, die oft das Wichtigste und Wesentliche ausblenden oder überhören lassen, segne uns, und mache unser gutes Herz offen, damit wir mit dem Herzen hören, was unseren Ohren entgeht.

Er mache uns bewusst, dass er nicht aufhört, sein Wort vom Heil an uns zu richten und uns seine Botschaft von der Liebe ans Herz zu legen, denn er möchte unsere ganze Aufmerksamkeit, damit wir wieder spüren und fühlen, wozu wir berufen sind.

Er lasse uns erkennen, dass das Dröhnen dieser Welt uns immer mehr taub zu machen droht, wenn wir nicht wieder lernen, auf die feinen Töne zu hören, auf den Klang der Worte, auf die Melodie seiner Stimme, die unsere Seele zum Tanzen bringt und Herz weitet, um zu hören, was er uns zu sagen hat.

Er lasse uns begreifen, dass das Gute und Wertvolle, das Wichtige und Wesentliche nicht schreit oder lärmt, aber doch auch alles übertönt, wenn wir sensibel genug sind, aus den vielen schlechten, unwichtigen und wertlosen Stimmen, seine herauszuhören, die tief in unser Herz dringen will, um dort aufzugehen und reiche Frucht zu bringen, die auch bleibt.

Er mache uns bereit, uns jeden Tag neu ein Stück mehr für ihn zu öffnen, mehr von ihm hören zu wollen, ihn wieder neu fühlen und spüren zu wollen, damit wir seine Stimme nicht überhören und seine frohe und froh machende Botschaft nicht verloren geht!

Er segne uns und schenke uns Gelassenheit; behüte uns und nehme uns unseren Kleinglauben; führe uns und lasse uns frei werden, damit wir das Wirken seines Geistes nicht hindern.

Er segne uns, sein guter Geist werde uns zur Kraft, er entflamme durch ihn in uns die Liebe, denn nur in seinem Segen wächst und gedeiht der innere und äußere Frieden.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse in uns das Vertrauen wachsen, und mache unser gutes Herz offen und weit, damit seine Liebe darin aufgehen und fruchtbringen kann, und wir so selbst auch zum Segen werden.

Allen Freunden, ein gesegnetes Wochenende, am Samstag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis!

+Bischof Oliver Gehringer

Gott, der schon war, bevor alles entstand

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der schon war, bevor alles entstand, der in Liebe alles erschaffen und uns übergeben hat, damit wir es bewahren, erhalten, dafür sorgen, und es für alle kommenden Generationen nutzbar bleibt, segne uns und führe uns zur Einsicht, dass wir nichts davon besitzen, sondern uns alles nur geliehen und zur Verwaltung übergeben wurde.

Er mache uns bewusst, dass uns nichts, was wir unser Eigen nennen, wirklich gehört, denn wir können weder unser Leben damit verlängern noch können wir etwas davon mitnehmen, wenn wir von dieser Welt abberufen werden.

Er lasse uns erkennen, dass wir die einmalige Chance und Möglichkeit haben, dieser Welt etwas zurück zu geben, indem wir unser Können, unser Wissen, unsere guten Fähigkeiten dafür einsetzen, sie wieder lebens-, und liebenswert für alle zu machen, auch für die Generationen, die uns noch folgen werden.

Er lasse uns begreifen, dass wir eine Entscheidung zu treffen haben, die nicht ohne Folgen bleiben, und so auch noch Einfluss auf die Zukunft haben wird, wie wir unser Leben neu- und umgestalten wollen, damit seine gute Schöpfung bleibt, und alle seine Geschöpfe jenes Leben haben können, das er verheißen und in seinem Heilsplan zugesagt hat.

Er mache uns bereit, uns immer wieder neu auf ihn hin auszurichten, nach seinem Wort zu orientieren, unser bisheriges Tun in Frage zu stellen und zu korrigieren, damit wir unserem Auftrag gerecht werden und so einst auch das ewige Leben haben werden.

Er segne uns, denn wo sein Segen ist, blüht Leben auf; wo sein Segen Menschen bewegt, wird Frieden möglich, und wo Gesegnete zusammenstehen, sind Hass und Gewalt machtlos.

Er segne uns, erleuchte unseren Geist, öffne unsere Herzen, und wohne in uns für alle Zeit.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse unser Vertrauen wachsen, erinnere uns immer wieder neu an unsere Berufung, und mache unser Herz von Liebe brennen, damit wir so auch selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Wochenschluss, am Freitag der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis, am Gedenktag des Heiligen Mauritius und Gefährten!

+Bischof Oliver Gehringer

„Wir haben von uns aus nichts in diese Welt mitgebracht und wir können auch nichts aus ihr mitnehmen!“

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Bischof Oliver Gehringer

Das ist die unumstößliche Wahrheit des Lebens, und an ihr führt auch kein Weg vorbei, egal, wie man es dreht und wendet! Deshalb erscheint es so befremdlich, ja geradezu widersinnig, dass nicht wenige Menschen ihr ganzes Leben wirklich so ausrichten, als könnten sie auf ewig in dieser Welt bleiben. Da wird nicht nur munter Besitz auf Besitz, Ansehen auf Ansehen gehäuft, sondern auch mit Macht jongliert, um noch mehr Gewinn zu haben, und das alles mit der Gewissheit, es nicht behalten zu können, sondern einmal abgeben zu müssen. Nackt kommt der Mensch in diese Welt und wird sie auch Nackt wieder verlassen! Das „letzte Hemd“ hat, wie der Volksmund sagt, bekanntlich keine Taschen. Das sollte schon zu Lebzeiten zu (um-)denken geben, aber die Versuchungen sind oftmals stärker als die die guten Gedanken. Sinnvoll wäre es, einen neuen Gedanken zu verfolgen: Wenn man schon nichts (mit-)nehmen kann, so kann man doch etwas (hinein-)geben in diese Welt, ihr etwas hinterlassen, schon jetzt, noch bevor man aus ihr abberufen wird. Das wäre beim einen etwas von seinen materiellen Gütern, beim anderen etwas von seiner Zeit, seinen guten Gedanken, seiner Fantasie, seinen Ideen, seinem Wissen, seiner Liebe, seinem Glauben, seiner Hoffnung, seinem Vertrauen …. Beim Geben gibt es keine Grenzen, beim Nehmen schon. Das Schöne am Geben ist, es macht einem leicht und frei, man „gewinnt“ dadurch mehr, als man denkt zu verlieren. Vor allem gewinnt man das Leben und gibt ihm wieder einen Sinn. Und man verspürt schon jetzt ein wenig, wie sich das äonische, das ewige Leben anfühlen muss. Vielleicht sollten wir alle, ganz ohne Ausnahme, es in den kommenden Tagen einmal ausprobieren, und der Welt und den Menschen, denen wir begegnen werden, etwas von dem, was uns reich gemacht hat, schenken. Egal, was es auch ist. Das ist die „gute Lehre“ von der Paulus spricht, der gute Kampf, den wir kämpfen sollen, aber nicht mit Waffen, sondern mit Worten und Taten der Liebe! Wir sollten uns viel öfters und weit mehr an die frohe und froh machende Botschaft erinnern und auch danach trachten, sie in unserem Leben umzusetzen! (BOG)

Gott, der uns immer wieder die Erfahrung machen lässt

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns immer wieder die Erfahrung machen lässt, wie klein wir denken und wie kleinlich wir handeln, damit wir unsere Sichtweisen ändern, unseren Horizont weiten und ein neues Sehen lernen, um seine liebende Gegenwart in allem und jeden zu erkennen, segne uns und helfe uns dabei, unser Herz zu öffnen und unser Handeln groß zu machen.

Er mache uns bewusst, dass das Wesentliche und Wichtige nicht immer offensichtlich oder augenscheinlich ist, sondern oft verborgen, und wir uns erst auf die Suche machen müssen, um es gerade im Kleinen, im Einfachen und im Unscheinbaren zu entdecken.

Er lasse uns erkennen, dass seine Wahrheit und seine Wirklichkeit oft von dem abweichen, was wir als Wahrheit und Wirklichkeit definieren, denn er sieht das, was in einem ist, er sieht in das Herz und er urteilt nicht über das Äußere, nicht was einer ist, sondern wie einer ist, ist für ihm wichtig.

Er lasse uns begreifen, dass wir nur durch einen Perspektivenwechsel wirklich erfahren können, was das Wesentliche und Wichtige ist, indem wir lernen, mit seinen Augen zu sehen, mit seiner Liebe zu lieben, mit seiner Barmherzigkeit zu leben und seine Güte als Geschenk seiner Gnade anzunehmen.

Er mache uns bereit, seinen Weg zu gehen, auf sein Wort zu hören, uns von ihm wandeln und verwandeln zu lassen, damit wir wieder zu dem werden, was wir eigentlich sind: seine geliebten Kinder, die sich als Geschwister annehmen.

Er segne uns, zum täglichen Brot und zur täglichen Arbeit, zur Speise für den Leib und zur Speise für den Geist, bei den Pflichten und bei den Glücksmomenten dieses Tages schenke er uns seinen heilsamen Segen dazu.

Er segne uns mit dem Segen, den er Abraham und seinen Nachkommen verheißen hat, den die Apostel von Christus empfangen und weitergegeben haben, und der seit vielen Generationen von seinen Kindern erbeten und erfahren wird.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse unser Vertrauen wachsen und unsere Liebe reifen, damit wir auch selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Donnerstag, in der vierundzwanzigsten Woche im Jahreskreis, am Festtag des Heiligen Apostel und Evangelisten Matthäus!

+Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns auf vielerlei Weise mit Freiheit und Leichtigkeit beschenkt

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns auf vielerlei Weise mit Freiheit und Leichtigkeit beschenkt, damit wir das Geheimnis des Glaubens immer tiefer erfassen, seine unbedingte Liebe spüren und uns immer mehr bei ihm und in ihm „zu Hause“ fühlen, segne uns, und lasse uns immer mehr in der Erkenntnis wachsen, was er uns alles Gute getan hat.

Er mache uns bewusst, dass wir oft wie kleine Kinder sind, die nicht recht wissen, was sie tun wollen, die gerne überall dabei wären, aber dann doch keine Freude daran haben.

Er lasse uns erkennen, dass wir uns dadurch viel zu sehr selbst einengen, die Freiheit nicht nutzen, die uns geschenkt ist, um das Leben in seiner ganzen Fülle zu haben, wie es uns zugesagt und verheißen ist.

Er lasse uns begreifen, dass wir erst dann auch wirklich hinter das Geheimnis unseres Glaubens kommen werden, wenn wir uns bewegen, seine Bewegung zu uns mitmachen, und uns von dieser Welle der Begeisterung tragen lassen, um ganz im Fluss des Lebens und auch ganz bei ihm zu sein.

Er mache uns bereit, uns für seine Wahrheit und Wirklichkeit zu öffnen, denn dann spüren wir schon jetzt etwas vom Himmel auf Erden, auch wenn uns manchmal nur ein Blick dorthin gewährt wird, aber so bleiben wir auch in ihm und er in uns.

Er segne uns, begleite uns schützend durch den neuen Tag, schärfe unseren Sinn für die Spuren seiner Gnade, und lasse unsere Glaubensfreude ansteckend auch für andere werden.

Er segne uns, wende sich uns zu und erfülle uns mit seiner Liebe, stärke uns mit der Klarheit seiner Worte, nähre uns mit der Sanftmut seiner Allmacht, und treibe uns zu guten Werken an, mit der unwiderstehlichen Kraft seines Friedens.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, lasse in uns unser Vertrauen wachsen und mache unser Herz von Liebe brennen, damit wir auch selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Mittwoch, der 24. Woche im Jahreskreis, am Gedenktag des Heiligen Andreas Kim Taegon, und des Heiligen Paul Chong Hasang und Gefährten!

+Bischof Oliver Gehringer

Der pseudonyme Verfasser des Timotheusbriefes vermittelt

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Bischof Oliver Gehringer

Der pseudonyme Verfasser des Timotheusbriefes vermittelt durch seine Verse etwas vom Selbstbild und vom Gefühl, welche in seiner Gemeinde herrschen. Es zeigt sich: die Kirche ist in der Welt angekommen. Sie versteht sich als „Haus Gottes“. Gott hat ihr die Wahrheit anvertraut. Den Zugang zum „Haus des lebendigen Gottes“ eröffnet Jesus Christus. Es versteht sich eigentlich von selbst, dass jeder, der sich in diesem Haus bewegen will, sich der Heiligkeit dieses Ortes entsprechend verhält. Insgesamt strahlt das entworfene Kirchenbild Ruhe, Ordnung und Sicherheit aus. Das macht es in wechselhaften Zeiten besonders attraktiv. So ist die Kirche Säule und geleichzeitig Fundament der Wahrheit, jene Wahrheit, die Christus gebracht hat und die er selbst ist. Diese Wahrheit ist das Geheimnis des Glaubens, die rettende Gotteswirklichkeit, die in Christus offenbar geworden ist. Der Verfasser spricht davon mit Worten eines alten christologischen Hymnus, wo in kürzester Form so etwas wie eine Geschichte des „Mysteriums“ aufgezeigt wird: Menschwerdung-Offenbarung, Verkündigung-Glaube, Erhöhung-Verherrlichung. Und doch bleibt das Geheimnis des Glaubens groß, selbst wenn wir alles versuchen zu verstehen, werden wir nur bedingt erfassen und begreifen, wie groß die Liebe Gottes zu uns wirklich ist. Deswegen haben wir ja auch den Heiligen Geist als Beistand und Lehrer, der uns systematisch an alles erinnern will und in die ganze Wahrheit einführen soll. Auch wenn es wahrscheinlich noch Generationen dauern wird, bis wir verstehen lernen, bleibt letztlich immer noch das Geheimnis des Glaubens groß. Wir können es nur dankbar und vertrauensvoll annehmen, und versuchen, danach zu leben! Vor allem in der Kirche des lebendigen Gottes! (BOG)